IMMER LIVE DABEI!
DAS MAGAZIN dieaktuellekamera.de

Stadt Holzminden: Einschränkungen im Kita-Betrieb ab 11. Januar

Die Stadt Holzminden gibt bekannt, dass gemäß Verordnung des Landes Niedersachsen der Regelbetrieb in den Kindertagesstätten für den Zeitraum von kommendem Montag bis einschließlich 29. Januar untersagt wird. Ausgenommen hiervon ist die Notbetreuung in kleineren Gruppen mit maximal der Hälfte der regulären Gruppenstärken. Hierzu heißt es im Entwurf der niedersächsischen Corona-Verordnung, die ab dem 10. Januar in Kraft treten soll: „Notbetreuung dient dazu, Kinder aufzunehmen, bei denen mindestens eine Erziehungsberechtigte oder ein Erziehungsberechtigter in betriebsnotwendiger Stellung in einem Berufszweig von allgemeinem öffentlichem Interesse tätig ist, bei denen ein Unterstützungsbedarf (insbesondere ein Sprachförderbedarf) besteht oder die zum kommenden Schuljahr schulpflichtig (…) werden.“ Weitergehende Informationen liegen noch nicht vor. Eltern, die dringend eine Notbetreuung benötigen, wenden sich bitte - vorrangig telefonisch - an Ihre Kita-Leitung. Damit die vorhandenen Kapazitäten auch ausreichen, wird darum gebeten, auch alternative Betreuungsmöglichkeiten zu prüfen und die Notbetreuung nur in Anspruch zu nehmen, wenn sie wirklich benötigt wird. Für die Notbetreuung von Grundschulkindern ist am Vormittag die jeweilige Schule zuständig, am Nachmittag die jeweilige Hort-Einrichtung. 

 
Die Erhebung der Kita-Beiträge für den Monat Januar,
Eltern- wie auch Essensbeitrag, wird in der Stadt Holzminden ausgesetzt. Hierzu werden weitere Infos gegeben, sobald die Dauer der Kitaschließung absehbar ist. Ein entsprechender politischer Beschluss ist in Vorbereitung, hierbei soll dann auch der eingeschränkte Betrieb im Dezember rückwirkend Berücksichtigung finden. Das Amt für Jugend und Familie der Stadt Holzminden weist darauf hin, dass alle Informationen noch unter Vorbehalt stehen, da die entsprechende Landesverordnung bisher nur im Entwurf vorliegt. Weitere Fragen beantworten die Kita-Leitungen sowie das Amt für Jugend und Familie unter 05531/959247

SENSORIA warum SENSORIA


Warum SENSORIA Düfte & Aromen Holzminden wichtig für unsere Stadt ist
Nachdem die N-Bank im August 2020 einen Zuwendungsbescheid für den Bau von SENSORIA Düfte & Aromen Holzminden fast 2,7 Mio € (60% der kalkulierten Gesamtausgaben) nichtrückzahlbaren Zuschuss erlassen hat, beschloss der Rat der Stadt Holzminden am 15.9.2020 mit großer Mehrheitden Bau dieses Hauses. SENSORIA, geplant von international renommierten Architekten, wird ein Leuchtturm an einem bisher wenig ansehnlichen Ort unserer Stadt sein.

Die Stadtmarketing Holzminden GmbH war von Anfang an in der von der Bürgerstiftung Holzminden ins Leben gerufenen Projektgruppe zur Schaffung einer interaktiven Wissens- und Erlebniswelt, einer Erlebniswelt zum Riechen, Schmecken, Anfassen und Lernen, beteiligt.
Seit 2015 darf sich Holzminden offiziell „Stadt der Düfte und Aromen“ nennen, aber bisher gab es wenig Möglichkeiten unseren Besuchern dieses Stadtmotto erlebbar zu machen. Natürlich haben wirseit 2003 unseren duftenden Stadtrundgang, der gibt aber keine Gelegenheit, in die Welt der Düfte
und Aromen tiefer einzudringen und bei schlechtem Wetter ….
SENSORIA hat das Potenzial die bereits vorhandene Tourismusintensität weiter auszubauen und sich gegenüber unseren Nachbarregionen zu behaupten bzw. deren Aktivitäten (PS Speicher Einbeck,Kloster Corvey, Landesgartenschau Höxter, Porzellanmanufaktur Fürstenberg, Wildpark Neuhaus)gleichwertig zu ergänzen. Diese Einrichtung wäre einzigartig in Deutschland, es gibt bisher nichts Vergleichbares!

Die Förderkulissen setzen eine Einbindung in das regionale Tourismuskonzept der Region
Weserbergland voraus. Um die Wertschöpfungsfunktion des Tourismus langfristig in einem harten Verdrängungswettbewerb zu sichern, müssen laut Konzept Sehenswürdigkeiten und Attraktionen mit überregionaler Strahlkraft in der Region installiert werden, die die Aufenthaltsdauer und Qualität steigern. Das Projekt SENSORIA trägt diesem Aspekt voll und ganz Rechnung: es ist einzigartig, interaktiv und authentisch. Damit macht man das Thema für touristische Ströme zugänglich, dies wird deutliche Effekte für den Tourismus in der Stadt Holzminden zur Folge haben.

Der Weserbergland Tourismus e.V. beurteilt in seiner Stellungnahme zum Förderantrag das
Vorhaben als eine Bereicherung für die gesamte Region und sieht gute Marktchancen. Das Projekt entspricht der Leitlinie der Region und findet damit die volle Unterstützung des Tourismusverbandes.

Natürlich kostet SENSORIA Geld, auch die laufenden Kosten darf man nicht unberücksichtigt lassen, aber wir erhoffen uns auch neben der touristischen Anziehungskraft Synergien für die gesamte Innenstadt. Seit Jahrzehnten ist in die Innenstadt kaum noch öffentliches und privates Geld geflossen, wir haben unter Leerständen zu leiden. Mit jeder Geschäftsschließung wird unsere Innenstadt unattraktiver und die Kundenfrequenz nimmt ab. Gerade hier erhoffen wir uns von SENORIA einen neuen Impuls, unsere Stadt zu besuchen und Besucher werden auch zu Kunden und Gästen.

SENSORIA bietet auch die Möglichkeit, das historische Gedächtnis der Stadt und die Innovationen unserer Unternehmen auf großartige Weise zu verbinden, sich auch den Bürger*innen von Holzminden und denen, die es werden wollen, modern und attraktiv zu präsentieren.

SENSORIA bietet eine Jahrhundertchance für die ganze Region. Es liegt in unseren Händen diese Chance jetzt zu nutzen. Wenn dies nicht gelingt, stellt sich die Frage, welche Alternative gibt es dazu?
Die Stadtmarketing Holzminden GmbH wird alles in ihrer Macht Stehende tun, um dieses große Vorhaben zu unterstützen.



UNO würdigt Klimaschutz-Engagement von Stiebel Eltron

Holzminden, 12.05.2020 – Die Vereinten Nationen haben sich bei Stiebel Eltron für das Engagement zum Klimaschutz bedankt. Hintergrund: Der niedersächsische Hersteller von umweltfreundlicher Haus- und Systemtechnik startete zusammen mit 67 Firmen aus allen Wirtschaftszweigen den bislang größten klimapolitischen Unternehmensappell in Deutschland. Stiebel-Geschäftsführer, Dr. Nicholas Matten, unterzeichnete den Aufruf „Für Krisenbewältigung und Zukunftsfähigkeit: Mit einem Klima-Konjunkturprogramm unsere Wirtschaft krisenfester machen“.

Im Dankesschreiben der Vereinten Nationen würdigt die Exekutivsekretärin des UN-Klimasekretariats (UNFCCC), Patricia Espinosa, die zielführende und rechtzeitige Aufforderung an die Regierung, wirtschaftliche Maßnahmen zur Lösung der Corona-Krise systematisch mit ehrgeizigen Klimaschutz-Zielen zu verzahnen.

Warum wir uns keine Fehlinvestitionen leisten können

„Wir freuen uns darüber, dass der von der „Stiftung 2 Grad“ initiierte gemeinsame Unternehmensappell auf große Resonanz gestoßen ist und sind stolz, unseren Teil dazu beizutragen“ sagt Dr. Matten von Stiebel Eltron. 

„Wenn wir jetzt die Klimaziele und die dafür notwendigen Maßnahmen aus den Augen verlieren, schlittern wir in die nächste globale Krise: die weltweite Erderwärmung. Deswegen können wir uns in dieser kritischen Phase keine Fehlinvestitionen mehr leisten. Vielmehr gilt es, die Finanzmittel für den Neustart gleichzeitig für mehr Klimaschutz in Industrie, Verkehr und Gebäuden zu nutzen. Zudem müssen die bereits beschlossenen Maßnahmen aus dem Klimapaket konsequent umgesetzt werden – wie beispielsweise die Umstellung auf umweltfreundliche Heiztechnik.“ 

Appell an die Bundesregierung gesandt

Der Appell, getragen von mittelständischen deutschen Unternehmen und Dax-Konzernen, wurde zum Auftakt des Petersberger Klimadialogs an die Bundesregierung gesandt und hat einen wichtigen Beitrag zum Gipfel geleistet. Die Vorständin der Stiftung 2 Grad, Sabine Nallinger, richtete ebenfalls ein persönliches Schreiben an Dr. Matten und bedankte sich für „ein wichtiges Zeichen für ambitionierten Klimaschutz in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten“

Europaabgeordneter Dr. Markus Pieper besucht STIEBEL ELTRON

„Kontinent soll bis 2050 klimaneutral sein“

Thomas Nowak von der EHPA, Stiebel-Eltron-Geschäftsführer Dr. Kai Schiefelbein, Europapolitiker Dr. Markus Pieper sowie die lokalen CDU-Vertreter Sabine Echzell (von rechts) und Peter Matyssek (links) mit Auszubildenden und Werkstudenten. Auch Personalchefin Christiane Schäfers (2. von links) sowie Holger Thamm, Leiter Public Affairs, (hinten) nahmen an der Diskussion teil.


Der CDU-Politiker Dr. Markus Pieper, Abgeordneter des europäischen Parlaments, hat jetzt STIEBEL ELTRON in Holzminden besucht. Bei dem Treffen mit Geschäftsführer Dr. Kai Schiefelbein war auch Thomas Nowak, Geschäftsführer des europäischen Wärmepumpenverbandes EHPA (European Heat Pump Association), in dem das deutsche Unternehmen aktiv ist, dabei; außerdem die lokalen Politikvertreter Sabine Echzell (CDU-Kreisverband) und  Peter Matyssek (CDU-Standverband). Nach dem Austausch mit Schiefelbein und Nowak stand eine Diskussionsrunde mit Auszubildenden und Werkstudenten von STIEBEL ELTRON auf der Tagesordnung.

Im Gespräch mit Dr. Kai Schiefelbein ging es vor allem um die klimapolitischen Themen Deutschlands und Europas, insbesondere die Wärmeerzeugung in Gebäuden. Kai Schiefelbein machte deutlich, dass jede Wärmepumpe, die statt einer fossilen Heizung eingesetzt wird, CO 2 einspart - völlig unabhängig davon, ob der als Antriebsenergie benötigte Strom komplett grün erzeugt wurde oder dem aktuellen deutschen Strommix entstammt: „Dadurch, dass eine Wärmepumpe saubere Umweltenergie aus der Luft oder der Erde gewinnt und damit am Ende ein Vielfaches der eingesetzten Energie als Wärme zur Verfügung stellt, ist sie immer umweltfreundlicher als jeder Öl- oder Gaskessel.“ Dass der Wärmepumpenmarkt weltweit massiv wächst, sei Chance und Risiko zugleich: „Die Wärmepumpe wird alle anderen Wärmerzeuger ablösen. Wenn das in anderen Ländern schneller passiert als in Deutschland, wird die im weltweiten Markt derzeit noch sehr gut positionierte deutsche Heizungsindustrie abgehängt. Wir brauchen einen starken Heimatmarkt, um weltweit erfolgreich zu sein.“

Einig waren sich die Teilnehmer, dass Wasserstoff für die Energiewende wichtig ist, im Wärmemarkt aber keine Rolle spielen wird. „Die Prioritätenliste ist eindeutig“, so Pieper. „Wasserstoff wird erstens benötigt als Speichermedium, um damit effiziente und vor allem flexible Kraftwerke zu betreiben, die dann Strom erzeugen, wenn die erneuerbaren Quellen kurzzeitig nicht ausreichend liefern können. Zweitens wird er in der stofflichen Anwendung in der Industrie benötigt, als Ausgangsmaterial für andere Produkte. Drittens benötigen wir ihn für Hochtemperatur-Anwendungen in der Industrie, und schließlich spielt er viertens auch bei der Dekarbonisierung des Verkehrssektors eine Rolle - dort, wo der direkte Einsatz von Strom nicht sinnvoll ist, also im Luftverkehr, in der Schifffahrt und im Schwerlastverkehr.“

Was den Durchbruch der Wärmepumpentechnik in Deutschland noch behindere, wollte Dr. Pieper von den Experten wissen. Kai Schiefelbein hatte darauf eine klare Antwort: „Die völlig wiedersinnigen Energiepreise. Wärmepumpen sind der umweltfreundlichste, und sie wären auch mit Abstand der wirtschaftlichste Wärmeerzeuger, wenn die Ungleichbehandlung von Strom und fossilen Brennstoffen beendet würde. Strom zahlt längst eine CO2-Abgabe, zusätzlich wird er mit Steuern, Ablagen und Umlagen belastet - während Öl und Gas kaum Abgaben zahlen müssen.“ Immerhin gehe das Klimapaket der Bundesregierung in die richtige Richtung - ein, wenn auch viel zu geringer, CO 2Preis ist ab 2021 beschlossen, ebenso, dass die Einnahmen zur Senkung des Strompreises eingesetzt werden. „Im Neubaubereich greifen energetische Vorgaben und Fördermaßnahmen ein Stück weit, hier ist die Wärmepumpe bereits das meisteingesetzte Heizsystem“, so Schiefelbein, „in der Sanierung sieht das leider anders aus. Hier wird eine Förderkulisse aufgebaut, die es gar nicht brauchen würde, wenn die Energiepreise angepasst würden.“ Eine Politik, die eine solche marktwirtschaftliche Lösung favorisiere, hätte die volle Unterstützung der Industrie.  Thomas Nowak von der EHPA ergänzte, dass Wärmepumpen auch perfekt dafür geeignet sind, dass „Heizen für die Bürger Europas bezahlbar bleibt.“ Hier müsse es eine europäische Lösung geben für die Länder, wo das im Moment schwierig sei. Bemerkenswert sei die Tatsache, dass sich in Deutschland im vergangenen Jahr 90.000 Bürger für eine Wärmepumpe entschieden hätten, obwohl die wirtschaftlichen Voraussetzungen noch ungünstig seien. 

Der Europaabgeordnete Dr. Markus Pieper diskutierte mit Auszubildenden und Jugendlichen von STIEBEL ELTRON. Links neben ihm Thomas Nowak, Geschäftsführer des europäischen Wärmepumpenverbandes, Sabine Echzell (CDU-Kreisverband Holzminden) und Dr. Kai Schiefelbein, Geschäftsführer STIEBEL ELTRON. Rechts Holger Thamm, Leiter Public Affairs.


Die anschließende Diskussion mit Auszubildenden und Werkstudenten von STIEBEL ELTRON nutzte Dr Markus Pieper für einen „Werbeblock für Europa“: „Es gibt keine Region und kein Land der Erde, wo man lieber wohnen möchte als in Europa“, so der Abgeordnete. „Wir haben hier seit Jahrzehnten stabile Verhältnisse, und die Europäische Union ist ein Garant dafür, dass diese Stabilität erhalten bleibt.“ Gleichzeitig gehe Europa die wichtigen Themen an - Digitalisierung, Globalisierung, und natürlich auch den Klimawandel: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, bis 2050 zu einem klimaneutralen Kontinent zu werden.“ Es entwickelte sich ein reger Austausch - insbesondere bei den Themen Digitalisierung und Datenschutz. Im Zuge der Diskussion um neue Medien wurde auch das Video des Influencers Rezo kurz vor der Europawahl thematisiert.

Besonders engagiert waren die Gesprächsteilnehmer beim Thema Klimawandel: Was Europa denn tun oder bewirken könnte angesichts der großen CO2-Emittenten China, Indien, den USA und Russland, wollte ein Student wissen. „Wir haben das Pariser Klimaabkommen auf den Weg gebracht“, antwortete Pieper, „in dem sich nahezu alle Staaten der Welt auf verbindliche Klimaziele geeinigt haben. So wurde eine globale Verbindlichkeit für mehr Klimaschutz geschaffen.“

Der zunehmende Nationalismus in vielen Ländern der Welt gebe Anlass zur Sorge: „Letztendlich sägen die Verantwortlichen damit am Zukunftsast der jungen Generationen“, so der Politiker. Zur Frage nach dem Brexit äußerte Markus Pieper die Hoffnung, dass „Ihre Generation es schafft, die Briten zurückzuholen in die europäische Gemeinschaft - denn ohne Großbritannien ist Europa schwächer.“  Europa sei nicht nur eine Wertgemeinschaft, sondern vor allem auch eine Wirtschaftsgemeinschaft, so Markus Pieper abschließend. „Das ist auch gut für dieses Unternehmen, für Stiebel Eltron.“ Am Ende der Diskussion, die doppelt so lange geführt wurde als eigentlich vorgesehen, zog Dr. Markus Pieper ein Fazit und sparte nicht mit Lob: „Diese Diskussion hat mir unheimlich viel Spaß gemacht. Ich bin begeistert von dem, was ich hier gehört und erlebt habe. Ich kann Ihnen nur gratulieren zu diesem Arbeitgeber, und Stiebel Eltron zu solch engagierten Mitarbeitern.“