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„Green-Tech“ boomt: Stiebel Eltron steigert Umsatz zweistellig

Luftbild Stiebel Eltron

Ausblick: 400 neue Arbeitsplätze in Niedersachsen

Holzminden, Dezember 2021

Die Energiewende im Heizungskeller beflügelt die Konjunktur im deutschen Mittelstand: Der Hersteller klimafreundlicher Wärme- und Haustechnik, Stiebel Eltron, hat seinen Umsatz in den vergangenen Jahren deutlich auf zuletzt 700 Millionen Euro gesteigert. Allein im vergangenen Jahr gab es ein Plus von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2019-2020). Im aktuellen Geschäftsjahr wird diese Marke noch einmal deutlich übertroffen. Wichtigster Treiber ist das Geschäft mit umweltfreundlichen Wärmepumpen-Heizungen ,,Made in Germany“.

„In den vergangenen fünf Jahren hat sich unser Umsatz aus dem Verkauf von Wärmepumpen mehr als verdreifacht", sagt Dr. Nicholas Matten, einer der zwei Geschäftsführer von Stiebel Eltron. „Bis 2026 wollen wir die Produktionskapazitäten am Hauptsitz im niedersächsischen Holzminden verdoppeln - rund 120 Millionen Euro werden wir in die Wärmepumpenfertigung investieren."

400 neue Green-Tech-Arbeitsplätze

Der wirtschaftliche Erfolg mit der Energiewende schlägt sich ebenfalls positiv auf die Beschäftigungslage nieder: Bis 2026 sollen in Holzminden 400 neue Arbeitsplätze entstehen und das Qualifizierungsangebot wird ausgebaut: „Die umweltfreundliche Technologie bietet ausgezeichnete Karriere-Chancen für die gesamte Heizungsbranche in Deutschland“, sagt Personalleiterin Christiane Schäfer. „Wir helfen mit unseren Wärmepumpen-Heizungen, die Klimabilanz zu verbessern und arbeiten damit in einem echten Zukunftsmarkt.“

500.000 neue Wärmepumpen pro Jahr

Entsprechend positiv sind die Nachfrageprognosen: Um die Klimaziele zu erreichen, muss Deutschland die Revolution im Heizungskeller zügig vorantreiben und jedes Jahr mindestens 500.000 neue alternative Heizsysteme installieren - so die Kalkulation von Experten. Die deutschen Verbraucher können für den Umstieg von alten ÖI- und Gasheizungen auf Wärmepumpensysteme großzügige Fördermittel in Anspruch nehmen.

Ampel-Koalition muss Strompreis senken

Eine wichtige Stellschraube für die Ampel-Koalition bleibt allerdings, den Strompreis für den Antrieb der alternativen Heizsysteme deutlich zu senken: „In Frankreich kostet der Strom beispielsweise ein Drittel weniger als in Deutschland", sagt Dr. Matten. „Damit sich die grüne Technologie schnell gegen die umweltschädlichen Öl- und Gasbrenner durchsetzt, muss die Politik hier die Weichen neu stellen und den Strompreis von staatlichen Abgaben entlasten. „Der im Koalitionsvertrag beschlossene Schritt, die EEG-Umlage ab Januar 2023 abzuschaffen, ist der richtige Ansatz, um das volle Potential von Green-Tech in Deutschland zu entfesseln.“

Genießen Sie frische Luft – auch wenn vor Ihrem Fenster die Kreissäge quietscht. Entdecken Sie unsere Lüftungsanlagen zum Wohlfühlen


Berufsschule Holzminden zieht erstes Fazit zu neuen Lüftungsgeräten

„Extrem leise und zuverlässig gute Luftqualität“


Sechs Klassenräume der Georg-von-Langen-Schule in Holzminden wurden in den Sommerferien 2021 mit dezentralen Lüftungsgeräten VRL-C des ortsansässigen Herstellers Stiebel Eltron ausgestattet. Jetzt zog Schulleiter Andreas Hölzchen ein erstes Fazit: „Die Geräte sind extrem leise und sorgen zuverlässig für gute Luftqualität – die bisherigen Erfahrungen sind also absolut positiv!“

Sechs Klassenräume einer Berufsschule in Holzminden wurden in den Sommerferien 2021 mit dezentralen Lüftungsgeräten VRL-C des ortsansässigen Herstellers Stiebel Eltron ausgestattet. Jetzt zog Schulleiter Andreas Hölzchen ein erstes Fazit: „Die Geräte sind extrem leise und sorgen zuverlässig für gute Luftqualität – die bisherigen Erfahrungen sind also absolut positiv!“

Alle 20 Minuten ertönt die Stimme des Schulleiters über die Lautsprecheranlage der Schule: „Bitte lüften!“ Die Erinnerung ist eigentlich kaum mehr nötig, seit Beginn der Corona-Pandemie haben Lehrer wie Schüler den für die Minimierung der Ansteckungsgefahr notwendigen Luftaustausch verinnerlicht. „Die Durchsage ist dafür da, dass auch wirklich regelmäßig die Fenster geöffnet werden – der ein oder andere vergisst schon mal die Zeit“, so Hölzchen. Jetzt müsste die Ansage erweitert werden, weiß auch der Schulleiter: „Wir müssten eigentlich durchsagen: Bitte lüften – außer in den Klassenräumen, in denen Lüftungsgeräte installiert sind.“ Denn die kontrollierte Lüftung mit den VRL-C von Stiebel Eltron sorgt zuverlässiger und dauerhaft für eine gute Luftqualität als das Öffnen der Fenster. Als Leitgröße für den Betrieb eines Gerätes gilt die CO2-Konzentration im Raum: Sie wird gemessen und je nach Belastung die Lüftungsintensität geregelt.

Peter Koß, Lüftungsexperte der Stiebel Eltron-Gruppe: „Eine hohe CO2-Konzentration, die zu Müdigkeit und Kopfschmerzen führt, kann nur durch Frischluftzufuhr gesenkt werden. Deswegen ist die CO2-Konzentration die Führungsgröße, für die Stärke der Lüftung.“ Mit der Corona-Pandemie rückte ein anderer Vorteil des Lüftens in den Vordergrund: „Es sinkt nicht nur die CO2-Konzentration, sondern es werden auch die Aerosole nach draußen abgeführt. Die Aerosolkonzentration wird konstant niedrig gehalten, wodurch das Infektionsrisiko massiv sinkt.“

Geringer Installationsaufwand

Die Installation der Geräte hat das Unternehmen Gebrüder Becker übernommen. In wenigen Tagen wurden sieben Geräte eingesetzt. Fünf der sechs Klassenräume wurden mit einem VRL-C 870 G Trend ausgestattet. In dieser Größe kann mit dem Lüftungsgerät ein bis zu 4-facher Luftwechsel pro Stunde in den jeweiligen Räumen realisiert werden. Auf eine Kombination aus zwei VRL-C 625 G Trend setzen die Planer in dem größten der sechs Klassenräume.

Die VRL-C-Reihe ist speziell für die nachträgliche Ausstattung entsprechender Räume geeignet. „Die Geräte werden platzsparend unter der Decke installiert. Für die Durchführung der Fort- beziehungsweise Außenluft haben wir eine Oberlichtscheibe gegen ein Paneel mit entsprechenden Ausschnitten getauscht“, bestätigt Peter Koß. Durch die integrierte Wärmerückgewinnung der Lüftungsgeräte sei auch keine Anpassung der Heizung erforderlich: „Die Räume werden wie gewohnt weiterhin angenehm warm.“

Die Rückmeldungen der Schüler und Lehrer sind bisher überaus positiv, so Schulleiter Hölzchen: „Eine Sorge war, dass die Geräusche der Lüftung stören. Das hat sich als völlig unbegründet herausgestellt: Der Betrieb der Geräte wird kaum wahrgenommen, es kommen eher Fragen, wann denn das Gerät endlich in Betrieb genommen wird – dabei läuft es schon längst.“ Mark Becker vom Installationsunternehmen Gebrüder Becker unterstützt diese Aussage: „Wir haben mittlerweile zahlreiche Geräte dieser Art in verschiedenen Schulen installiert. Beschwerden über störende Geräusche gibt es so gut wie gar nicht.“

Schnell handeln: Antrag auf Förderung bis Monatsende einreichen

Finanzielle Unterstützung bekommen Kommunen über die „Bundesförderung für Corona-gerechte stationäre raumlufttechnische Anlagen“ (RLT). Gefördert werden Neuinstallationen von Lüftungsanlagen mit 80 Prozent der Gesamtkosten für Planung, Kauf und Installation. Interessierte Träger müssen aber schnell sein: Das aktuelle Förderprogramm läuft aus, Anträge müssen bis Ende Dezember 2021 eingegangen sein!

Das Lüftungsgerät VRL-C von STIEBEL ELTRON gibt es in verschiedenen Größen und Ausstattungen. Mehr Infos und weitere Details zu den Förderbedingungen erhalten Interessierte unter www.stiebel-eltron.de/grossraumlueftung, per Mail an lueftung@stiebel-eltron.de oder unter der Telefonnummer 05531-702 95800.


Stiebel Eltron eröffnet Vertriebszentrum in Böblingen

Neuer Treffpunkt für das Fachhandwerk

Holzminden, Dezember 2021

„Das ist ihr Vertriebszentrum!“ Mit diesen Worten übergab Sven Schumacher im Rahmen einer kleinen Feierstunde einen virtuellen Schlüssel zum neuen Stiebel Eltron-Vertriebszentrum in Böblingen symbolisch an die geladenen Handwerker vor Ort. Nach elf Monaten der Planung und Umbauarbeiten wurde der neue Standort jetzt eröffnet.

„Coronabedingt musste diese Eröffnung kleiner ausfallen, als wir es uns eigentlich gewünscht haben“, berichtet Sven Schumacher, Leiter des Vertriebszentrums. 40 Fachhandwerker waren zum Empfang geladen. „Sie sind nicht nur unsere Fachpartner, Sie sind die Helden der Energiewende“, bekräftigte Frank Jahns, Geschäftsführer der deutschen Stiebel Eltron-Vertriebsgesellschaft in seiner Eröffnungsrede, „Der häusliche Wärmemarkt ist ein massiver Hebel, was den Klimaschutz betrifft. Ihn zu dekarbonisieren liegt in ihrer und unserer Hand.“ Handwerker hätten aktuell zwei Möglichkeiten, meint der Experte: „Entweder sie sind fit und setzen auf zukunftsfähige Produkte im Wärmemarkt oder sie bleiben bei altbewährtem und verpassen den Anschluss. Wir, Stiebel Eltron, möchten mit ihnen in jedem Fall die Zukunft gestalten. Genau dazu ist dieses moderne Vertriebszentrum entstanden: Damit wir gemeinsam die Heiztechnik der Zukunft in den Markt bringen.“

Fast 700 Quadratmeter umfasst die neue Stiebel Eltron-Niederlassung in Böblingen. Neben 160 Quadratmeter großen Praxisräumen beherbergt der neue Treffpunkt weitere Büroräume, Besprechungsräume, eine Catering-Ecke und eine Dachterrasse. „Der neue Standort bietet unseren Kunden und uns hervorragende Rahmenbedingungen für die gemeinsame erfolgreiche Gestaltung des Wandels im Wärmeerzeugermarkt. Unsere Produktlösungen in den Praxisschulungsräumen sind ‚warm angeschlossen‘, das Schrauben an den Produkten ist ausdrücklich gewünscht und ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Schulungskonzeptes. Schon heute freuen wir uns über den großen Zuspruch unserer Kunden und die uns bereits vorliegenden Anmeldung zu unseren Seminaren hier in Böblingen.“

Mehr zum aktuellen Schulungsprogramm bei Stiebel Eltron: www.stiebel-eltron.de/seminare


Menschen wollen mehr Power für den Klimaschutz

Stiebel Eltron-Energie-Trendmonitor 2021

Holzminden, Dezember 2021

Die Bereitschaft der deutschen Bevölkerung, klimafreundlich zu handeln, ist hoch. Die Erwartungen an die Politik auch. Das bestätigt der „Energie-Trendmonitor 2021“ – eine Umfrage, die Stiebel Eltron jährlich durchführt. Dabei nehmen die Menschen auch rigorose Verbote in Kauf. Denn die Zeit wird knapp.

Die Sorge ist erdrückend: Ein Großteil der deutschen Bevölkerung hat inzwischen ganz konkrete Auswirkungen des Klimawandels vor Augen. Das bestätigt der aktuelle „Energie-Trendmonitor 2021“ von Stiebel Eltron. 83 Prozent der Befragten befürchten, dass der deutsche Wald vertrocknet und stirbt, wenn wir den Klimawandel nicht aufhalten. Dicht gefolgt von einem Rückgang der Artenvielfalt oder zunehmenden Wetter-Extremen. Wegschauen ist keine Option mehr.

Fast alle wollen Solarstrom

Dabei geht es nicht nur um das eigene Dasein. Vielmehr steht die Erhaltung der Lebensgrundlagen kommender Generationen auf dem Spiel. Dieser Verantwortung sind sich mehr als 80 Prozent bewusst. Erneuerbare Energien spielen nach wie vor eine zentrale Rolle beim Klimaschutz. So halten fast 90 Prozent der Befragten die Nutzung von Solarstrom für wichtig. Mehr als 80 Prozent sehen die Senkung der CO2-Emissionen als zentrales Ziel an. So verwundert es nicht, dass knapp zwei Drittel der Befragten die CO2-Abgabe für wichtig halten. Nicht nur, dass es sie gibt, sondern auch die Höhe der Abgabe wird für gut befunden. Dass diese zur Strompreissenkung eingesetzt wird, befürworten nahezu 80 Prozent der Befragten.

Mehr Tempo bitte!

Die Umsetzung der Klimaschutz-Maßnahmen geht den Menschen noch nicht weit genug. In puncto Strompreissenkung sind beispielsweise nur 33 Prozent der Befragten mit dem Status Quo rundum zufrieden. Der Fortschritt beim Einsatz CO2-freier Heizsysteme, wie beispielsweise Wärmepumpen, bekommt mit etwas mehr als 20 Prozent noch weniger Zustimmung.

Dass es so nicht weiter gehen kann – darin sind sich die Befragten einig. Sie setzen mehrheitlich auf Druck seitens der Politik. So ist knapp die Hälfte dafür, dass neue PKWs mit Verbrennungsmotoren schlicht verboten werden. 80 Prozent wünschen sich, dass Wärmepumpen in kommunalen Neubauten nicht nur empfohlen, sondern vorgeschrieben werden. Öl- und Gasheizungen solle man grundsätzlich verbieten.

Der Wille ist da, es fehlt noch an Wissen

Es bleibt nicht beim Fingerzeig auf die Politik: Vielmehr ist die Bereitschaft, selbst klimafreundlich zu handeln, in großen Teilen der Bevölkerung vorhanden. 74 Prozent der Befragten sind bereit, ihr Leben umzustellen, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Mit der Bereitschaft allein sei es nicht getan, weiß Henning Schultz, Pressesprecher bei Stiebel Eltron. Es bräuchte vor allem ein hohes Maß an Aufklärung. Nähme man beispielsweise die Wärmepumpe, so falle auf, dass diese zwar als Garant für ökologisches Heizen auf dem Radar und ihr Einsatz explizit gewünscht sei, doch das Know-how darüber sei noch nicht überall vorhanden. „Nur die Hälfte der Befragten weiß beispielsweise, dass beim Einsatz einer Wärmepumpe vor Ort keine CO2-Emissionen verursacht werden“, zitiert Schulz den Trendmonitor. Zwei Dritteln sei zudem nicht bewusst, dass beim Tausch einer Ölheizung gegen eine Wärmepumpe der Staat satte 45 Prozent der Kosten übernimmt.

Diese Wissenslücke ist umso gravierender als staatliche Förderprogramme für mehr als 80 Prozent der Befragten entscheidend für die Heizungswahl sind. Fast gleichauf mit dem Fachhandwerker Sanitär und Heizung, der damit eine wichtige Beratungsfunktion innehat.

Klimaschutz ist Erfolgsfaktor

Die Stiebel-Eltron-Umfrage zeigt, dass ökologisches Engagement nicht nur zwingend notwendig, sondern für Deutschland auch wirtschaftlich sinnvoll ist. War Umweltschutz noch vor einiger Zeit ein Klotz am Bein der deutschen Wirtschaft, so traut man ihm jetzt zu, einen wesentlichen Beitrag zum Unternehmenserfolg zu leisten. Drei Viertel aller Befragten ist überzeugt, dass eine erfolgreiche Energiewende nicht nur Arbeitsplätze auf dem Heimatmarkt schafft, sondern der Made-in-Germany-Technologie zu internationalem Erfolg verhelfen wird.

Öl und Gas zum Heizen müssen noch teurer werden, Strom dafür deutlich günstiger

Öl und Gas zum Heizen müssen noch teurer werden, Strom dafür deutlich günstiger, sagen Dr. Kai Schiefelbein und Dr. Nicholas Matten, Geschäftsführung Stiebel Eltron, in ihrem aktuellen Standpunkt.

Holzminden, November 2021                                                                                                                            Die Preise für Energie in Deutschland sind seit Jahresbeginn drastisch gestiegen. Viele Haushalte müssen sich in diesem Winter auf hohe Heizkosten einstellen. Hintergrund: Die Einkaufspreise für Erdgas haben sich in diesem Jahr an den Spotmärkten mehr als verdreifacht. Das Problem: Mit den Preisen für die fossilen Brennstoffe steigen tendenziell auch die Strompreise. Strom aber ist die Schlüsselenergie, um fossile Brennstoffe wie Öl und Gas zu ersetzen. Die einzig logische Konsquenz für eine richtungsweisende Politik ist daher, jetzt die staatliche Preislast auf dem Strom abzuschaffen – die EEG-Umlage muss weg, und zwar am besten sofort.

Stromkosten – rund die Hälfte kommt vom Staat

Die Stromkosten in Deutschland waren im europäischen Vergleich schon vor der neuen Preisspirale die höchsten. Für viele Verbraucher vermutlich überraschend: Allein die staatliche EEG-Umlage, Steuern und Abgaben machen etwa die Hälfte der Stromkosten für die Haushalte aus, während fossile Brennstoffe etwa zum Heizen weit weniger belastet werden. Diese Benachteiligung des Stroms ist nicht nur energiepolitisch falsch, sondern auch unsozial. Angesichts der Klimakrise sollten umweltfreundliche Technologien zur Elektrifizierung und damit Dekarbonisierung gestärkt werden und nicht zusätzlich mit einem saftigen Preisaufschlag belastet werden.

Strom für Haushalte billiger machen

Der politische Reflex aus der Vergangenheit, Gas- und Öl immer wieder neu zu subventionieren, hat mit den Pariser Kliamschutzzielen ausgedient – wir warnen ausdrücklich vor einer Schubumkehr bei der Enrgiewende. Bedürftigen Haushalten gilt es jetzt direkt zu helfen, damit die Energierechnungen bezahlt werden können. Beim Strompreis sollte die notwendige Entlastung für private Haushalte in der laufenden Heizsaison ansetzen: Wird die EEG-Umlage abgeschafft, so bleibt den Verbrauchern mehr Geld in der Haushaltskasse. Beim anstehenden Technologiewechsel greifen zudem Fördergelder unter die Arme.

Eine Abschaffung der EEG-Umlage gäbe der für die Energiewende unerlässlichen Wärmewende in den Heizungskellern den dringend benötigten Schwung. Wie geplant, müssen die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung von fossilen Brennstoffen weitestgehend an den Bürger zurückfließen – was beispielsweise über den Wegfall der EEG-Umlage möglich ist. Damit wird sichergestellt, dass der Wechsel - weg von fossilen Brennstoffen, hin zu Erneuerbaren - weiter an Fahrt gewinnt und Deutschland die Klimaziele auch dann konsequent verfolgt, wenn die Marktpreise für fossile Energien mal wieder in die andere Richtung schwanken.

Standpunkt: Corona-Krise erzwingt Klimapolitik-Entscheidung

In welcher Welt wollen wir zukünftig leben?

„Gelingt es nicht, die zur Bewältigung der Wirtschaftskrise bereitgestellten gigantischen Finanzmittel für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen in Industrie, Verkehr und Gebäuden zu nutzen, sind auf Jahre und vielleicht Jahrzehnte hinaus alle finanziellen Spielräume hierfür verloren“, sind Dr. Kai Schiefelbein (links) und Dr. Nicholas Matten, Geschäftsführer STIEBEL ELTRON, überzeugt


Auch wenn die Corona-Krise allgegenwärtig ist: Der Kampf gegen den Klimwandel ist und bleibt eine weitere Menschheitsaufgabe, die nicht vernachlässigt werden darf. Dabei muss ganzheitlich gedacht werden, fordert STIEBEL ELTRON - die Ausgestaltung der Maßnahmen zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise entscheidet jetzt über die Klimapolitik der nächsten Jahrzehnte, so der Standpunkt des Unternehmens:


Die Coronavirus-Pandemie stürzt die Menschheit in eine Gesundheitskrise und die globale Wirtschaft in eine ökonomische und sogar Sinnkrise. Selbst Larry Fink, Chef des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock, philosophiert darüber, ob Wirtschaft und Gesellschaft weltweit sich angesichts der Pandemie nun grundlegend zu mehr Nachhaltigkeit verändern: „Das Reisen, der Konsum, die Geschäftswelt - ja, auch das Verhalten der Investoren - wird sich verändern.“

In Deutschland und Europa ist eine Debatte darüber entbrannt, ob in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten die politischen Umwelt- und Klimaziele ausgesetzt werden sollen oder ob nicht vielmehr die Verknüpfung der Wiederaufbauprogramme für Gesellschaft und Wirtschaft mit den ambitionierten Umwelt- und Klimaziele sinnvoll ist. Immerhin hatte die Europäische Kommission erst im Dezember letzten Jahres ihren „European Green Deal“ vorgestellt. Dieses Programm wird zurecht als Wachstumsstrategie bezeichnet: Die Anstrengungen zur Erreichung der Klimaziele versprechen gleichzeitig ein starkes Wirtschaftswachstum für ganz Europa.

Umweltschutz-Abwägungen gehen am Kern des Problems vorbei

Wir sind überzeugt, dass die Abwägung zwischen mehr oder weniger Umweltschutz in Zeiten dieser weltweiten Krise bereits am Kern des Problems vorbei geht. Ob und wie nachhaltig die Krise das Verhalten jedes Einzelnen in Zukunft ändern wird, ist schwer vorherzusagen. Momentan erhält der Klimawandel eine ungeplante Atempause, weil weltweit Industrien ihre Produktion senken, Reisen ausfallen und die Menschen weitestgehend zuhause bleiben müssen. Diese Atempause allein verändert aber langfristig noch keine Strukturen oder Verhaltensweisen und lässt uns auch die Klimaziele nicht erreichen. Die Frage ist: In welcher Welt wollen wir zukünftig leben?

2-Grad-Ziel wird jetzt schon nicht erreicht

Auf der Pariser Klimaschutzkonferenz (COP21) im Dezember 2015 haben sich 195 Länder auf ein weltweites Klimaschutzübereinkommen geeinigt. Das Übereinkommen umfasst einen globalen Aktionsplan, der die Erderwärmung auf deutlich unter 2 °C begrenzen soll, um einem gefährlichen Klimawandel entgegenzuwirken. Dieses Ziel wird mit den bisher eingeleiteten Maßnahmen allerdings nicht erreicht. Um in Europa den nächsten Schritt zu gehen, hat die EU-Kommission eben im letzten Dezember den Startschuss für den „European Green Deal“ gegeben.

Es kann also gar nicht die Frage sein, ob wir die politischen Umwelt- und Klimaziele jetzt aussetzen sollten, um den wirtschaftlichen Wiederaufbau leisten zu können, oder ob wir weiter daran festhalten und im Gegenteil alle Investitionen dahingehend prüfen. Verabschieden wir uns in dieser kritischen Phase von den langfristigen Klimazielen und den dafür jetzt notwendigen Maßnahmen, schlittern wir in die nächste globale Krise – die weltweite Erderwärmung. In dieser Situation ist es auch dringlicher denn je die Beschlüsse des Klimapakets, wie eine verlässliche CO2-Bepreisung für Verkehr und Gebäude sowie die Entlastung des Strompreises, konsequent umzusetzen.

Die Corona-Krise erzwingt eine klimapolitische Entscheidung. Gelingt es uns nicht, die zur Bewältigung der Wirtschaftskrise gerade erst losgeeisten, gigantischen Finanzmittel für die Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen in Industrie, Verkehr und Gebäuden zu nutzen, sind auf Jahre und vielleicht Jahrzehnte hinaus alle finanziellen Spielräume hierfür verloren. Schlimmstenfalls produzieren wir durch Fehlinvestitionen zusätzlich noch Lock-in-Effekte und verlieren wertvolle Zeit im Kampf gegen den Klimawandel.

STIEBEL ELTRON sorgt für Fachkräftenachwuchs

18 neue Auszubildende im Werk in Holzminden

18 Nachwuchskräfte starten bei STIEBEL ELTRON ihre berufliche Laufbahn mit einer Ausbildung oder einem dualen Studium. Anna Funk, Personalreferentin (rechts) und Winfried Kunkel, Gewerblicher Ausbildungsleiter (3. v. rechts) begrüßen die neuen Mitarbeiter in Holzminden.


„Für viele Schüler des Abschlussjahrgang 2020 ist dieses Jahr ein besonders turbulentes. Wir freuen uns daher umso mehr, nun 18 von ihnen als Auszubildende bei uns hier im Werk in Holzminden zu begrüßen“, so Christiane Schäfers, Leiterin Personal STIEBEL ELTRON, bei der Begrüßung der neuen Azubis. „Neben bekannten Lehrstellen wie Fachkräften für Lagerlogistik oder Industriekaufleuten, bilden wir in diesem Jahr erstmalig Mechatroniker für Kältetechnik aus“, so Schäfers weiter. „Die Ausbildung zielt darauf ab, nach Abschluss als Servicetechniker deutschlandweit bei uns arbeiten zu können.“

In den kommenden zwei bis dreieinhalb Jahren – je nach Lehrberuf – werden die Auszubildenden verschiedene Abteilungen im Werk durchlaufen. „Die Abteilungen sind dabei so ausgewählt, dass die Auszubildenden alle Aspekte des Berufes hier praktisch erlernen“, erklärt Anna Funk, Personalreferentin.
Markus Belous und Jannis Tacke werden den Beruf des Industriemechanikers erlernen, Jannik Sasse den des Werkzeugmechanikers. Laurens Potthast und Martin Freise werden in dem erstmalig bei STIEBEL ELTRON angebotenen Beruf Mechatroniker für Kältetechnik ausgebildet. Adrian Block beginnt eine Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer, Sverre Bost und David Dumler zum Elektroniker für Betriebstechnik. Vier Nachwuchskräfte starten die berufliche Laufbahn als angehende Industriekaufleute: Leonie Baumert, Katharina Eck, Sina Herzog und Noah Meise. Zu Fachkräften für Lagerlogistik werden Felix Leon Leischner und Mirco Steinbrenner ausgebildet. Felix Hildebrand beginnt ein duales Studium im Bereich digitale Technologien, Justin Köhler und Marcel Ollendorf im Bereich Maschinenbau. Ein duales Studium Wirtschaftsingenieurwesen beginnt Jenna Link.

Ausbildungsplätze für 2021
"Für den Ausbildungsstart im September 2021 können sich jetzt bereits die Schüler des kommenden Abschlussjahrgangs bewerben. Wir bieten Optionen für Haupt-, oder Realschüler, aber auch für Abiturienten", so Funk. Folgende Ausbildungsplätze werden für das nächste Jahr im Werk in Holzminden angeboten: Industriemechaniker, Mechatroniker für Kältetechnik, Elektroniker für Betriebstechnik, Werkzeugmechaniker, Zerspanungsmechaniker, Maschinen- und Anlagenführer, Fachkraft für Lagerlogistik sowie Industriekaufmann bzw. -frau.
Außerdem werden folgende duale Studiengänge in Kooperation mit der FH Bielefeld angeboten: Wirtschaftsingenieurwesen, Maschinenbau und Elektrotechnik am Campus Minden, Digitale Technologien am Campus Gütersloh sowie Wirtschaftsinformatik in Bielefeld.


Niedersachsens Ministerpräsident Weil zu Besuch bei STIEBEL ELTRON 

„Strompreissenkung muss kommen“

Neben der Diskussion über die politischen Themen informierte sich Ministerpräsident Stephan Weil auch allgemein über Wärmepumpen, hier mit STIEBEL ELTRON-Geschäftsführer Dr. Kai Schiefelbein (rechts) an der Luft-Wasser-Wärmepumpe WPL A.

Zu einem Kurzbesuch war jetzt Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil bei STIEBEL ELTRON in Holzminden. In einer den Corona-Schutzmaßnahmen geschuldeten kleinen Runde informierte sich der Politiker über haustechnische Lösungen im Kampf gegen das Coronavirus sowie die aktuelle Situation im Heizungsmarkt vor dem Hintergrund der derzeitigen Diskussionen in Sachen CO 2-Einsparung und Industriepolitik.

Geschäftsführer Dr. Kai Schiefelbein präsentierte mit dem Lüftungsgerät „Dezent“ eine relativ einfache technische Möglichkeit, größere Räume in Schulen, Kindergärten, Kindertagesstätten, Restaurants, Arztpraxen und Geschäften nachträglich mit einer kontrollierten Lüftungsanlage auszurüsten. Dadurch, dass mit dem Gerät ein bis zu vierfacher Luftwechsel pro Stunde im jeweiligen Raum sichergestellt werden könne, werde die Aerosolkonzentration und damit das Ansteckungsrisiko massiv verringert. „Eine annähernd vergleichbare Lüftungsleistung manuell zu realisieren, ist vielleicht im Sommer möglich, wenn alle Fenster durchgängig weit geöffnet bleiben können, im Herbst oder gar Winter ist es hingegen völlig utopisch, die Verringerung des Ansteckungsrisikos über zeitweise geöffnete Fenster sicherzustellen“, so Schiefelbein. Dabei böten die Geräte den hohen Corona-Infektionsschutz quasi als Nebeneffekt: „In erster Linie haben wir die Geräte vor einigen Jahren entwickelt, um die CO 2-Konzentration in den Klassenräumen zu senken und gleichzeitig die wertvolle Wärmeenergie nicht einfach zum Fenster heraus verschwinden zu lassen.“

In der politischen Diskussion stünden leider im Moment Filterlösungen für bestehende Umluft-Lüftungsanlagen im Vordergrund, so Schiefelbein – „dabei sind die allermeisten Klassenräume ja gar nicht mit einer solchen Anlage ausgestattet.“ Das ‚Dezent‘ hat hingegen den Vorteil, dass es in jedem Klassenraum mit einer Außenwand installiert werden kann und zuverlässig dafür sorgt, dass die belastete Luft abgeführt und frische Außenluft zugeführt wird.“

Als zweites wichtiges Diskussionsthema stand die Industriepolitik im Kontext der Wärmewende auf der Agenda. „Über einen Fakt sind sich alle im Klaren: Die Wärmepumpe wird zukünftig weltweit zum dominierenden Heizsystem. Nur in Deutschland hinken wir dieser Entwicklung weit hinterher“, erklärte Dr. Kai Schiefelbein. „Das ist deswegen gefährlich, weil die deutsche Heizungsindustrie derzeit noch technologisch führend ist. Wenn aber der starke Heimatmarkt fehlt, dann drohen wir diese Stellung zu verlieren.“ Die Frage des Ministerpräsidenten nach dem „Warum“ war schnell beantwortet: „Es liegt an den aktuellen Energiepreisen. Deutschland hat europaweit die höchsten Strompreise bei relativ niedrigen Preisen für fossile Brennstoffe. Dabei sind die eigentlichen Stromgestehungskosten extrem niedrig.“ Ein Grund für den hohen Preis sei unter anderem die EEG-Umlage: „Es ist nicht nachvollziehbar, wieso die Kosten für eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, nämlich den Wandel hin zu erneuerbaren Energien, ausschließlich auf den Strom umgelegt werden – mit dem dieser Wandel überhaupt nur möglich ist.“ Dem stimmte der Ministerpräsident zu: „Über die EEG-Umlage müssen wir dringend nachdenken. Die Einnahmen aus dem CO 2-Preis, der ja ab nächstes Jahr für fossile Brennstoffe im Mobilitäts- und Wärmebereich eingeführt wird, müssen zum Großteil für die Senkung der EEG-Umlage verwendet werden – so haben wir es besprochen und so wird es auch kommen. Aus meiner Sicht sollte das nur ein Zwischenschritt sein. Mittelfristig sollte die EEG-Umlage vollständig abgeschafft werden.“

 

Auf die Frage, was sich STIEBEL ELTRON neben der Absenkung des Strompreises noch von der Politik wünschen würde, um die umweltfreundliche Haustechnik stärker nach vorne zu bringen, antwortete Dr. Schiefelbein: „Es braucht ein klares Zielszenario eine Art Wärmepumpenfahrplan. Aktuell sind ca. eine Million Geräte im Markt, diverse Studien gehen davon aus, dass es bis 2030 mindestens zwischen 6 und 10 Millionen Wärmepumpen braucht, um die CO 2-Einsparziele zu erreichen. Das sind linear gerechnet mindestens 540.000 Geräte pro Jahr, die neu dazukommen müssten – tatsächlich sind es aktuell aber gerade einmal 86.000 Stück. Wir wünschen uns, dass die Politik klar festlegt, wie viele Wärmepumpen zu welchem Zeitpunkt installiert sein müssen, und dieses Zielszenario dann mit entsprechenden Maßnahmenplänen hinterlegt. Dann hätten wir als Hersteller Planungssicherheit und könnten die notwendigen Investitionen unter anderem zur Kapazitätserweiterung anstoßen.“